Der Fall Zakłady Mięsne Henryk Kania ist einer der bedeutendsten Unternehmensbetrugsfälle in Polen, bei dem Vorwürfe des Bilanzbetrugs, der Vermögensverschiebung und der Nutzung ausländischer Strukturen – einschließlich einer Privatstiftung in Liechtenstein – zum Verbergen von Vermögen vor Gläubigern erhoben werden.
Können Gläubiger eine ausländische Stiftung verfolgen?
Dies ist die zentrale Rechtsfrage. Die Verfolgung von Vermögen in einer Liechtensteiner Stiftung stellt einzigartige Herausforderungen dar:
- Zuständigkeitsfragen
- Stiftungsstruktur – eine ordnungsgemäß gegründete Stiftung ist eine eigenständige juristische Person.
- Anfechtung fraudulöser Übertragungen (actio pauliana)
- Durchgriff durch den Stiftungsschleier
Paweł Osiński
Rechtsanwalt, Experte für Vermögensschutz, Privatstiftungen und grenzüberschreitende Prozessführung