Die Schweiz, insbesondere der Kanton Zug – weltweit als „Crypto Valley“ bekannt – ist eines der führenden globalen Zentren für Blockchain- und Kryptowährungsprojekte geworden. Dieser Ruf ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines bewussten regulatorischen Ansatzes, der rechtliche Klarheit mit Offenheit für Innovation verbindet.
Warum die Schweiz für ein ICO?
- Klarer regulatorischer Rahmen – die FINMA veröffentlichte im Februar 2018 Richtlinien zu ICOs mit einer klaren Klassifizierung von Token in Zahlungstoken, Nutzungstoken und Anlagetoken.
- Keine spezifische ICO-Gesetzgebung – statt eines neuen Gesetzes wendet die Schweiz bestehende Finanzmarktgesetze auf Token-Angebote an, basierend auf deren wirtschaftlicher Funktion.
- Stiftungsstruktur – viele ICO-Projekte nutzen die Schweizer Stiftung (Stiftung), die Governance-Flexibilität und Steuervorteile bietet.
- Kryptofreundliches Banking – mehrere Schweizer Banken, darunter Sygnum und SEBA, verfügen über FINMA-Lizenzen und bieten Bankdienstleistungen speziell für Blockchain-Unternehmen.
- Internationale Reputation – der Ruf der Schweiz für Stabilität, Rechtsstaatlichkeit und Finanzkompetenz verleiht Blockchain-Projekten Glaubwürdigkeit.
Paweł Osiński
Rechtsanwalt, Experte für Kryptowährungsregulierung und internationale Unternehmensstrukturen